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“Darf ich das noch essen?” – Ehrliche Gedanken einer Schwangeren

  • FOOD

Ernährung in der Schwangerschaft ist ein viel diskutiertes Thema. Wie es ist, wenn man nicht mehr alles essen darf und wann man auch mal herzlich auf Ratschläge schei*en kann – eine Meinung.

Quick Meals, Sushi, Portweinsoße, zum Nachtisch ein gutes Stück Tiramisu und als Aperitif ein großes Glas Wildberry Lillet. Mit Freundinnen einen Mojito trinken, Gin Tonic mit additional viel Eis und danach noch Mousse au Chocolat oder doch lieber ein Stück Schwarzwälder Kirschtorte? Klingt nach reichlich viel ungesundem Zeug – abgesehen vom Sushi vielleicht – aber in erster Linie auch nach reichlich viel Spaß und Freude an leckerem Essen und spritzigen Getränken.

Ich würde nicht sagen, dass all diese Dinge vor meiner Schwangerschaft täglich auf meinem Speiseplan standen, doch habe ich mir darum auch nie wirklich Gedanken gemacht. Hatte ich Lust darauf, habe ich es mir gegönnt. Doch dann ist plötzlich von einem Tag auf den anderen Schluss damit. Die angefangene Flasche Sekt ist noch nicht mal ausgetrunken, da ist schon alles anders – ohne Vorwarnung. Ein Strich erscheint und ein zweiter reicht, dann ist plötzlich klar: Du bist schwanger und damit auch verdammt zum ewigen Googeln, was du noch essen darfst und was lieber nicht.

Heute ist alles erlaubt, morgen nicht mehr

Ein Leben lang bist du es nicht und dann ist von einem auf den anderen Tag dieses Etwas in deinem Bauch, für das du Verantwortung trägst. Du, nur du allein bist dafür verantwortlich, dass es dem heranwachsenden Child intestine geht. “Iss dies nicht, tu das nicht” steht nun auf der Tagesordnung. Was dieses “dies” und “das” so genau ist, battle mir vor meiner Schwangerschaft nur vage klar. Additionally fand ich mich wieder, googelnd an meinem Helpful und fragte mich, ob mein Lieblingskäse in der Schwangerschaft erlaubt sei, ob ich veganes Sushi essen dürfte und was es mit “alkoholfreiem” Sekt genau auf sich hat.

Ebenso sah ich mich aber auch mit Situationen konfrontiert, in denen ich erst nach ein paar Bissen ins Grübeln kam und überlegte, ob ich gerade einen Fehler begangen hatte, mit dem Genuss des Eierlikörkuchens meiner Oma. Heißt der nur so oder schüttet sie dort Unmengen Alkohol hinein, der meinem Child schaden könnte? Panik. Herzrasen. tranen. Entwarnung. Diesmal battle is intestine gegangen. Oma hatte keinen Eierlikör verwendet, weil sie keinen zu Hause hatte. Aber normalerweise hatte ich lieber die Finger davon lassen sollen.

Oder das eine Mal als ich Pralinen angeboten bekam und ich erst im letzten Second aufschrak und nachfragte, ob dort eventuell Alkohol enthalten sein könnte. So battle es. Mal wieder Glück gehabt. Aber battle das jetzt mein Schicksal, jedes Mal panisch aufzuschrecken, wenn ich einen Second nicht genau aufgepasst hatte, was ich dort gerade in meinen Mund schob?

durchatmen

Nachdem die ersten zwölf Schwangerschaftswochen vorbei waren – in denen ich eh kaum etwas anderes aß, als trockenes Brot und Nudeln, weil es das Einzige battle, was drinblieb – fing ich an, mich etwas zu entspannen, was das Essen anging. Die heikelste Section der Schwangerschaft battle geschafft und ich fühlte mich zum ersten Mal etwas sicherer. Es ist meine erste Schwangerschaft und alles, was man zum ersten Mal macht, ist anfangs schwer und kann angsteinflößend sein. Inzwischen hatte ich von Freund:innen, Bekannten, Kolleg:innen, der Familie und dem Web so viele gute Ratschläge bekommen, dass ich mich im Kosmos des “was Schwangere essen dürfen und was nicht” intestine informiert fühlte.

So schnell die Schwangerschaft auch beginnt, so steil ist auch die Lernkurve mit allem Neuen, auf das man sich zwangsläufig schnell einstellen muss. Ich wusste nun, dass einige Käsesorten heikel sein können, natürlich rohes Fleisch und roher Fisch sowie Alkohol und rohe Eier tabu sind. Überrascht battle ich zum Beispiel, dass viele Sorten Fetakäse oder Ziegenkäse in der Schwangerschaft bedenklich sein können, weil sie größtenteils aus Rohmilch hergestellt werden. Auch mein geliebter Räucherlachs musste vom Speiseplan weichen, da kalt geräucherte Fischprodukte eine Infektionsgefahr mit Listerien darstellen.

Trotzdem blieben kleine Unsicherheiten, weil teilweise über Lebensmittel und Getränke diskutiert wurde, über die ich im Leben nicht nachgedacht hatte. Meistens started diese Diskussionen aufgrund unterschiedlicher Infos, die einige meiner Freundinnen hatten. Zum Beispiel, ob das in Tonic Water enthaltene Chinin gesundheitsschädlich für mein Child sein könnte oder Zuckerersatzstoffe eine gute Idee sind. Seems: Es ist beides in Maßen unbedenklich. Durchatmen.

Verantwortung teilen

Für mich stand fest, dass ich keine hysterische Schwangere sein wollte. Auch keine, die sich ständig und über alles Gedanken machen will. Ich wollte schwanger sein, ein gesundes Child in meinem Bauch heranwachsen lassen, aber dabei auch ich bleiben. Ich battle doch gefühlt gestern noch die lebensfrohe, Essen-liebende und entspannte Frau, die sich auch gern erst hinterher über etwaige Konsequenzen Gedanken machte.

Um ein Stück von diesem Ich für mich behalten zu können, versuchte ich ab einem gewissen Zeitpunkt meiner Schwangerschaft einfach meine Auswahl auf bekannte Lebensmittel zu beschränken und bei jeder Einladung und jedem Restaurantbesuch auf meine anderen Umstände zu machenks. So hing die Verantwortung nicht allein bei mir. Auch mein Companion hat ein Auge darauf, was es zu essen gibt und ob ich an Silvester die Rinde vom Raclettekäse mitessen darf – Spoiler: Es wird davon abgeraten, additionally schnitt ich sie ab.

compromise eingehen

Und für andere “verbotene” Leibspeisen und -getränke fand ich zum Glück eine Lösung: Meinen Cola-Konsum schränke ich auf höchstens ein Glas am Tag ein und zu Feierlichkeiten switche ich von Gin Tonic oder Wildberry Lillet auf alkoholfreien Sekt mit O-Saft Peach Lemonade um. Statt Sushi mit Lachs esse ich veganes Sushi, bei Käse bleibe ich bei Gouda und pasteurisiertem Frischkäse, um nicht bei jeder erdenklichen Sorte nach der Verträglichkeit fragen zu müssen und Quick Meals… Nun ja, das gönne ich mir trotzdem ab und zu – Belohnung muss sein .

Verzichten leicht gemacht

Trotzdem bedeutet die Schwangerschaft für mich auch ein wenig Verzicht. Verzichten muss ich vor allem beim Restaurantbesuch auf vielerlei Nachspeisen, die ich sonst gern aß: Tiramisu – es enthält rohes Ei –, Mousse au Chocolat (gleiches Downside mit dem Ei), Schwarzwälder Kirschtorte (Achtung Alkohol!) und besagten Eierlikörkuchen von Oma. Aber auch auf diese leckeren Speisen muss man nicht komplett verzichten. Wenn man sie selbst zubereitet, kann man die bedenklichen Zutaten einfach weglassen und ich habe festgestellt, dass sich so eigentlich alles, was ich gern esse, ersetzen lässt.

Fazit: Cool bleiben

Inzwischen ist mir klar geworden, dass man erstens flexibel bleiben und das Beste draus machen muss. Zweitens sollte man auch die Kirche im Dorf lassen und nicht bei jedem vermeintlichem Fehltritt in Panik geraten. Minimale Mengen Alkohol stecken selbst in Obst, Sauerkraut oder einigen Brotsorten und schaden dem Child nicht. Deswegen ist übrigens auch der alkoholfreie Sekt oder ein alkoholfreies Bier mit 0,5 Volumen prozent Alkohol in der Schwangerschaft in Ordnung, solange man keine acht Flaschen am Stück davon trinkt. Die minimale Alkoholmenge wird schneller vom Organismus abgebaut, als dass der Alkohol beim Child landen könnte.

Zudem sind Lebensmittel in Deutschland eine der greatest überprüftesten Dinge, die es überhaupt zu kaufen gibt und es muss schon richtig schieflaufen, dass man sich eine Lebensmittelvergiftung einfängt. Und drittens – mein wichtigstes Studying: Wir angehenden Mamis sind Superwomen, allesamt. Wir sind nicht perfekt und müssen es auch nicht sein, um eine perfekte Mutter für unser Child zu sein. Wir tun unser Bestes und das reicht. Darauf drinke ich ein schönes Glas Traubenschorle – prost!

vwi
BRIGITTE

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