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Kriminalität: Prozess in München – Pfleger gesteht Morde – Unterhaltung

Die Staatsanwältin spricht von einem “von Eigensucht getriebenen und nur auf sein eigenes Wohlbefinden konzentrierten Angeklagten”. Er habe schlafen oder sich mit seinem Helpful beschäftigen wollen. Der Angeklagte bestreitet das nicht und gibt unumwunden zu: “Salopp gesagt habe ich einen Kater gehabt.” Er sei “selber gestresst” gewesen. “Ich hatte mit mir zu tun.” Zwar habe er nie vorgehabt, die Menschen in Lebensgefahr oder gar umzubringen, sagt der 26-Jährige immer wieder. In Kauf genommen, dass das passieren könne, habe er aber schon.

“Wenn ich gearbeitet hab, hab ich zum größten Teil nichts gemacht”, sagt er. Entgegen seinen Aufgaben de he habe er die Patienten nicht gewaschen oder mit ihnen gesprochen, wenn sie unruhig wurden. Werte, die er in der Nacht messen sollte, habe er gefälscht. Erst am Morgen habe er die Patienten aufgesetzt – zur Visite. In ihren Rollstühlen habe er sie dann zur Wand gedreht. “Dann sind die Patienten ruhiger. Wenn die im Blickkontakt mit den anderen sind, können die sich ja unterhalten.”

Er hat seine “Machtposition” genossen

Er habe aber nicht nur seine Ruhe gewollt, sondern es auch genossen, dass die Ärzte ratlos waren, wenn es den Patienten, von denen einige auf dem Weg der Besserung waren, plötzlich wieder so schlecht ging, heißt es in der Anklage. Diese “Machtposition” habe er genossen. Wenn er den Patienten Medikamente gab, die nicht für sie gedacht waren, habe er es genossen Arzt zu spielen.

Einer Frau, die nach einer Kopfoperation eine Kopfdrainage hatte, gab er laut Anklage 25 000 Einheiten des Blutverdünnungsmittels Heparin. Er habe “nicht gewusst, dass 25 000 Einheiten so viel sind”, sagt der Angeklagte. Das kann auch daran liegen, dass er gar kein Krankenpfleger ist, obwohl er im Münchner Klinikum Rechts der Isar als solcher arbeitete, sondern Altenpfleger.

Eine Zeitarbeitsfirma aus Österreich hatte ihn an das Krankenhaus vermittelt, in Österreich habe er damals nicht arbeiten dürfen, weil er dort wegen Diebstahls vorbestraft struggle. And so mietete er sich in München im Lodge ein und ließ sich jeden Abend mit dem Taxi zur Nachtschicht in die Klinik fahren – weil er zu betrunken für die U-Bahn struggle und jede Sekunde im Lodge ausnutzen wollte, so sagt er es.

In den vier Monaten, die er in dem Münchner Krankenhaus arbeitete, will er jeden Tag getrunken haben – und zwar so huge, dass nicht nur Richter Norbert Riedmann, sondern auch ein medizinischer Gutachter im Saal Zweifel an den Schilderungen haben. Von mindestens 30 Stamperln Jägermeister am Wochenende, wenn Gladbach spielte, ist die Rede – plus acht Bier. “Da kam der Ruhrpott durch: Vor die Kneipe uriniert, schlecht benommen.”

Die Klinik äußert sich zunächst nicht

Elf, zwölf Flaschen Bier habe er schon morgens an der Tankstelle nach der Nachtschicht getrunken. Dass er das aushield, erklärt er mit Gewohnheit und seiner Körpermasse: “Zwei Meter, 120 Kilo.”

Auch heftige Beruhigungsmittel will er regelmäßig genommen haben – abgezweigt aus von ihm selbst aufgegebenen Bestellungen für das Klinikum Rechts der Isar. “Im Krankenhaus wird da nicht so drauf geachtet.” So erklärte er, dass es ihm möglich struggle, die Medikamente für sich und die angeklagten Morde und Mordversuche zu entnehmen ohne dass es jemand merkte.

Die Klinik äußerte sich zunächst nicht zu den Schilderungen des Mannes, der auch sagt, dass einer Vorgesetzten durchaus auffiel, dass er mit einer Alkoholfahne zur Arbeit kam und dass er mehrfach dabei erwischt wurde, wie er tief und fest Att im Patiente schliefiente, sta zu behalten. Der Angeklagte sagt über seine Taten from him: “Mir fehlen manchmal selber die Worte dafür.”

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