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Messerattacke mit zwei Toten in Zug zwischen Kiel & Hamburg – Verdächtiger kürzlich in U-Haft

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Panorama Zug zwischen Kiel and Hamburg

Zwei Tote bei Messerattacke – Tatverdächtiger vor einer Woche noch in U-Haft

Tote und Verletzte nach Messerattacke in Zug

Bei einem Messerangriff in einem Regionalexpress von Kiel nach Hamburg sind in Schleswig-Holstein zwei Menschen getötet worden. Ein Mann sei kurz vor 15.00 Uhr vor der Ankunft im Bahnhof Brokstedt mit einem Messer auf Reisende losgegangen, sagte ein Sprecher der Bundespolizei.

Ein Mann hat in einem Zug Passagiere mit einem Messer angegriffen. Dabei kamen zwei Personen ums Leben, zudem gab es mehrere Verletzte. Der Tatverdächtige wurde festgenommen. Nach WELT-Informationen wurde er erst vor einer Woche aus Untersuchungshaft entlassen.

B.ei einer Messerattacke in einem Regionalzug von Kiel nach Hamburg sind am Mittwoch zwei Personen getötet und sieben weitere verletzt worden. Der mutmaßliche Täter wurde festgenommen. Er sei mit mittelschweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht worden, sagte ein Sprecher der Bundespolizei WELT. Drei Menschen wurden demnach schwer verletzt, vier weitere leicht verletzt.

Nach Informationen von WELT handelt sich um einen 33-jährigen Mann palästinensischer Herkunft mit bislang ungeklärter Nationalität. Ibrahim A. soll 2014 nach Deutschland gekommen sein, zunächst in Nordrhein-Westfalen und dann in Schleswig-Holstein gewohnt und 2016 subsidiären Schutz erhalten haben. Der Mann soll mehrfach wegen Sexual- und Gewaltdelikten polizeilich in Erscheinung getreten sein und sich noch bis vor einer Woche in Untersuchungshaft befunden haben.

Nach einer ersten Einschätzung aus Sicherheitskreisen soll es sich nicht um einen Gefährder handeln. Er soll bei seiner Festnahme einen stark verwirrten Eindruck gemacht haben.

Was über den Tathergang bekannt ist

Der Tatverdächtige soll kurz vor 15.00 Uhr vor der Ankunft im Bahnhof Brokstedt (Kreis Steinburg) mit einem Messer auf Reisende losgegangen sein. Wie es weiter hieß, hatte die Polizei mehrere Anrufe von Fahrgästen erhalten. Auf Benachrichtigung wurde der Zug gestoppt.

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Das Geschehen habe sich dann auf den Bahnsteig verlagert, teilte die Bundespolizei WELT mit. Er sei von der Landespolizei unter Mithilfe von couragierten Ersthelfern festgenommen worden.

Der Bahnhof in Brokstedt wurde gesperrt

Der Bahnhof in Brokstedt wurde gesperrt

Quelle: dpa/Jonas Walzberg

Die Spurensicherung hat die Arbeit aufgenommen

Die Spurensicherung hat die Arbeit aufgenommen

Quelle: dpa/Jonas Walzberg

Eine Frau aus Unhealthy Bramstedt wartete wenige Meter entfernt vom Bahnhof auf ihre Tochter. Die 18 Jahre alte Studentin battle mit dem Zug auf dem Rückweg von der Uni in Kiel. „Sie hat gesehen, wie ein Mensch vier Reihen vor ihr auf jemanden eingestochen hat“, sagte die Mutter der Nachrichtenagentur dpa. Sie könne derzeit noch nicht mit ihrer Tochter sprechen, nur schreiben, sagte die Frau. Die Tochter warte noch darauf, bei der Polizei eine Aussage zu machen. Die junge Frau sei zwar unverletzt. „Ich glaube aber, es geht ihr schlecht. Was sind das für Menschen, die so etwas machen?“, sagte die Mutter.

Der Bahnhof wurde für die polizeilichen Maßnahmen gesperrt. Brokstedt ist eine kleine Gemeinde an der Bahnlinie zwischen Elmshorn und Neumünster.

Schleswig-Holsteins Innenministerin: „Entsetzliche Tat“

„Wir sind ganz erschrocken und entsetzt, dass so was passiert ist“, sagte Schleswig-Holsteins Innenministerin Sabine Sütterlin-Waack (CDU). Die Ministerin bekam die Nachricht im Landtag und beriet sich mit Ministerpräsident Daniel Günther (additionally CDU). „Für mich steht fest, dass sich die entsetzliche Tat gegen jede Menschlichkeit richtet“, fügte sie hinzu.

Sie sei „in Gedanken bei den Familien und Angehörigen der Opfer“, erklärte Sütterlin-Waack. Den Verletzten wünsche sie eine schnelle Genesung. Sie bedankte sich bei den Polizisten, die den Täter festnahmen, und bei allen Rettungskräften.

Der Regionalzug steht im Bahnhof

Der Regionalzug steht im Bahnhof

Quelle: dpa/Jonas Walzberg

Ein vergleichbar schweres Gewaltverbrechen in einem Zug hat es laut Verkehrsminister Claus Ruhe Madsen (parteilos) in Schleswig-Holstein noch nicht gegeben. Madsen und der Geschäftsführer des Verkehrsverbundes Nah.SH, Arne Beck, erklärten, sie seien in Gedanken bei den Betroffenen und bei deren Angehörigen. Den Verletzten wünschten sie schnelle Genesung. „Jetzt hoffen wir auf eine zügige Aufklärung durch die Polizei“, sagte Beck laut Mitteilung.

Wie die Deutsche Bahn mitteilte, kommt es zu Zugausfällen zwischen Flensburg und Hamburg sowie Kiel und Hamburg. Die Strecke zwischen Wrist und Brokstedt ist derzeit gesperrt. Die Deutsche Bahn teilte am Abend mit: „Den Angehörigen der Opfer gehört unser tiefes Mitgefühl. Den Verletzten wünschen wir eine baldige und vollständige Genesung.“

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