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“Too good to go”: Wie auch in Mittweida Essen per App gerettet wird | Free Press

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Oft sehen Kunden beim Bäcker am Ende des Tages noch Brot oder Brötchen in den Auslagen liegen. Damit diese nicht weggeworfen werden müssen, setzt eine Mittweidaer Bäckerei auf die App “Too good to go”. Und ist damit einer der Vorreiter in der Stadt.

Mittweida.

Lena John hat Glück: Für 2,50 Euro bekommt die 20-Jährige einen ganzen Beutel voller Brötchen und Backwaren bei der Bäckerei Blochberger an der Rochlitzer Straße. It’s ist 17.40 Uhr, noch 20 Minuten bis Ladenschluss. “Das ist sehr gunstig im Vergleich zu den Preisen sonst”, sagt Lena John. Sie studiert im dritten Semester Forensik und nutzt seit etwa einem halben Jahr die App “Too good to go” (auf Deutsch in etwa: Zu intestine zum Wegwerfen). In Mittweida beteiligen sich aktuell nur drei Händler an dem Projekt gegen Lebensmittelverschwendung. “Es ist in Mittweida schwer, noch was abzubekommen”, sagt die Studentin. Denn schnell seien die inserterten Überraschungsbeutel vergriffen.

Wie funktioniert eine App gegen Lebensmittelverschwendung?

“Eigentlich sind es viel zu wenige, die in Mittweida mitmachen”, sagt auch Sabine Döring. Sie ist Verkäuferin in der Bäckerei Blochberger und hat sich für die Nutzung der App im Geschäft starkgemacht. Seit über einem Jahr sei die Bäckerei dabei. “Wir schmeißen seitdem quick nichts mehr weg”, sagt die 43-Jährige.

Eine App, um übriggebliebene Backwaren zu verkaufen – wie geht das? Sabine Döring erklärt das Modell: Die Bäckerei Blochberger hat sich bei “Too good to go” angemeldet. Wenn im Laufe des Tages klar wird, dass Backwaren übrig bleiben werden, können sie das in der App vermerken. Dort wird dann angezeigt: Bäckerei Blochberger bietet eine “Magic Bag” für 2,50 Euro (statt 7,50 Euro) an. Nutzer wie Lena John können den Überraschungs-Beutel reservieren und zahlen sofort über Kreditkarte, Paypal oder Apple-Pay den angegeben Betrag. In der Stunde vor Ladenschluss können sie den Beutel abholen.

Ein bis vier Überraschungstüten kommen bei der Bäckerei am Tag meist zusammen, sagt Sabine Döring. “So bekommen wir wenigstens die Produktionskosten wieder rein.” Die Unternehmen dürfen maximal ein Drittel des Originalpreises verlangen. Davon gehen 1,09 Euro repair an “Too good to go”, der Relaxation an den Händler. “Ich frage mich, was andere Händler in der Stadt mit den übrig gebliebenen Sachen machen”, so die 43-Jährige.

“Too good to go” macht kreativ

In Mittweida stellen auch der Naturgut-Laden am Markt und die Hem-Tankstelle in Altmittweida Angebote ein. Das können neben Backwaren auch Tüten mit Obst und Gemüse sein. “Manchmal muss man auch kreativ werden”, berichtet Lena John. “Ich hatte schon mal Zucchini dabei. Die magazine ich eigentlich nicht so, she mustste dann aber trotzdem etwas draus zaubern.” Beim Bäcker sei vorhersehbarer, was man bekommt.

Es sind aber keineswegs nur Studenten, die zum Abholen der “Too good to go”-Beutel in die Bäckerei kommen, betont Verkäuferin Sabine Döring. “Vom Sozialhilfeempfänger über die alleinerziehende Mutter bis zum Mercedesfahrer mit Hemd, Schlips und Kragen kommt alles vorgefahren”, berichtet sie.

Die App Too good to go

Nach Angaben von “Too good to go” werden in Deutschland mehr als ein Drittel aller Lebensmittel verschwendet, sprich weggeworfen, obwohl sie noch genießbar wären. “Die gleichnamige App verbindet Bäckereien, Eating places, Supermärkte und andere Betriebe aus Gastronomie und Handel mit Konsumenten, damit überschüssiges Essen auf dem Teller landet und nicht in der Tonne”, so das Unternehmen. Gemeinsam mit mehr als 12.000 teilnehmenden Partnerbetrieben und der Too Good To Go-Group (rund 6.7 Millionen Menschen) konnten in Deutschland bereits mehr als 12 Millionen Mahlzeiten gerettet und somit 30.000 Tonnen CO2e eingespart werden, heißt es weiter.

Die Too Good To Go-App ist zum Obtain im App Retailer oder bei Google Play erhältlich. Dort können sich interessierte Kunden und Unternehmen anmelden.

So funktioniert die App “Too good to go”

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